Gefühlsampel basteln
Die Emotions-Girlande ist ein einfaches Hilfsmittel, um Gefühle zu benennen, zu besprechen und zuzuordnen. So kann z.B. im Sitzkreis jedes Kind reihum seine Klammer an eine Emotion heften. Mit Smileys verbildlicht werden die sechs Basis-Emotionen Freude (gelb), Überraschung (orange), Ekel (grün), Wut (rot), Angst (lila) und Traurigkeit (blau).
Gefühle selbst benennen:
Falls die Kinder etwas älter sind, können sie dazu auch ihr Gefühl benennen oder einen Vergleich finden:
- „Ich bin heute aufgeregt“
- „Ich fühle mich traurig“
- „Ich bin fröhlich“
- "Ich fühle mich wie ein Vulkan"
- "Da ist eine weiche Wolke in mir drin"
Helfen Sie den Kindern, die passenden Wörter für die aktuellen Emotionen zu finden:
- „Fühlst du dich fröhlich?“
- "Spür in dich hinein, an welcher Stelle sitzt das Gefühl in dir? Fühlt es sich an, als ob aufgeregte Schmetterlinge in deinem Bauch herumwuseln würden?"
- "Es siehst aus, als ob eine Grummelwolke in dir drin wäre, fühlst du dich verärgert?"
Vielleicht können die Kinder sogar sagen, warum sie sich so fühlen, ob sie sich gestritten haben, das Haustier vermissen oder sich über etwas gefreut haben.
Was sind Gefühle?
Gefühle sind Emotionen wie Angst, Traurigkeit, Wut, Überraschung, Ekel und Freude, die uns ein Leben lang begleiten. Mit diesen Emotionen werden unsere inneren Wünsche, Ziele und Bedürfnisse verkörpert. Sie erfolgen als Reaktion auf einen Zustand oder eine Situation.
Häufig erleben Kinder ihre Gefühle sehr intensiv. Umso wichtiger ist es für sie zu lernen, mit ihren Gefühlen umzugehen und sie angemessen auszudrücken. Kinder müssen erst lernen, Gefühle zu benennen, ihre Ursachen zu erkunden und alle Emotionen zu akzeptieren. Hierfür können wir eine sichere Umgebung schaffen, in der Gefühle gehalten und durchlebt werden dürfen.
Hilfreich hierfür sind spielerische Mittel wie Bücher, Bilder oder Handpuppen, um emotionale Kompetenzen zu fördern. Wichtig ist, offen zuzuhören, Gefühle im Alltag zu thematisieren und Kindern zu zeigen, dass auch als negativ oder belastend empfundene Emotionen wie Wut oder Trauer erlaubt sind und konstruktiv ausgedrückt werden können.
Stimmungsglas und Mimik:
Das Stimmungsglas kann für jedes Kind ausgedruckt werden. Beim Morgenkreis kann es dann jeweils das zum Tag passende Herz ausmalen in der Farbe, wie es sich gerade fühlt. Wichtig dabei ist, dass es immer nur ein Ausschnitt aus vielen Gefühlen des ganzen Tages ist.
Bei den Gesichtern gibt es verschiedene Mimiken. Die Augenbrauen und der Mund deuten auf unterschiedliche Gefühle hin. In die leeren Gesichter können die Kinder selbst die Augenbrauen, den Mund, die Nase und die Augen hineinmalen. Wie wirkt es, wenn die Mundwinkel nach oben oder nach unten zeigen? Probieren Sie mit den Kindern zusammen selbst verschiedene Gesichter aus, ziehen Sie mit ihnen Schnuten lächeln Sie mit ihnen sehr stark. Beobachten Sie mit den Kindern, was sich im Gesicht verändert.
Mit Kindern ins Gespräch kommen
Mit diesen Puzzles und Handpuppen kommen Sie mit den Kindern spielerisch ins Gespräch über Gefühle: